Durch einen Bekannten bekamen wir eine Info über ein Gewässer, südlich von Europa. Nach langem telefonieren, war es endlich soweit, mein Freund Ernst und ich planten eine 7-tägige Session.
Nach 3-stündiger Fahrt hatten wir endlich das Ziel erreicht. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, als ich die unberührte Natur sah. Der Aufseher zeigte uns gleich die Anlage, dann sagte er leise „ Habt ihr so etwas schon mal gesehen?“ und zeigte ins Wasser. Man konnte an der Wasseroberfläche ca. 100 Karpfen schwimmen sehen. Ich hatte so etwas noch nie in meinem Leben gesehen.
So nun zum Bericht:
Wir bauten unser komplettes Tackle auf und begannen sofort mit der Spotsuche.
Leider hatte uns keiner gesagt, dass hier Boote erlaubt sind, so mussten wir es mit der Lotrute heraus finden. Wir hatten sofort einige gute Stellen und begannen gleich zu füttern. Die ersten fünf Tage verliefen ohne Fische. Wir entschlossen uns, den Platz zu wechseln und movten auf die gegenüberliegende Seite des Sees. Es war wie im Film, die Fische schwammen über unsere Spots und keiner fand den Weg zu unseren Ködern. Ich entschied mich für eine Sandbank direkt neben dem Ufer, weil ich den ganzen Tag schon die Fische hier sehen konnte. Da wir leider kein Boot mithatten, blieb mir nichts anderes über, als ins kalte Wasser zu steigen und ca. 100m das Ufer im kalten Wasser zu gehen. Ich legte die Rute ca. in 2m Wassertiefe ab. Danach fütterte ich noch ein paar Sektococktail Boilis von get the big one und Tigernüsse dazu und ging den ganzen Weg im kalten Wasser zurück ans Ufer. Es tauerte ca. eine Stunde, als ich plötzlich einen Run auf der ufernahsten Rute bekam. Nach einen häftigen Drill lag ein markelloser Spiegler vor mir.
Nach einer kurzen Fotosesson, brachte ich die Rute wieder am selben Platz, wo ich zuvor den ersten Fisch gefangen hatte. Wir freuten uns riesig über unseren Fisch, als wir plötzlich wieder einen Run auf die ufernahste Rute bekam. Es war ein heftiger Drill, da das Wasser so glasklar war, konnte ich den Fisch schon von weit unten erkennen und sah, dass er deutlich größer als der erste Fisch war. Meine Schätzung wurde bestätigt, den Fisch, den ich diesmal gefangen hatte, war deutlich größer als der Erste. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Wir planten wieder eine Sesson zu diesem See, aber dieses mal mit unserem Boot. Leider fingen wir in der letzen Nacht keinen Fisch mehr und traten am nächsten Morgen die Heimreise an.
Im Herbst fuhren wir wieder zu diesem See und befischten die gleiche Stelle, wo wir im Frühjahr fünf Tage geplankt hatten, „ mit Boot“. Wir hatten einige gute Spots und fischten auf unterschiedlichen Tiefen. Es fing an wie im Frühjahr, zwei Tage ohne Fisch. Endlich bekam mein Freund Ernst den ersten Run, ein bulliger Spiegler.
Ich hatte bereits 4 Nächte ohne Fisch und entschloss eine Rute ans Ufer zu legen. Ich fütterte wieder mit GET THE BIG ONE Boilies, der Sorte Sektococktail und Tigernüssen. Wie soll es anders sein, plötzlich der erste Run - ein markelloser Schuppi.
Diese Stelle brachte uns noch zwei weitere Fische.
Aber eines ist klar, 2012 sieht uns dieser See wieder.
Nur Digge wünscht euch
Michi Siegmund
GET THE BIG ONE !!!!!
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