Donnerstag, 24. Juni 2010

One Hit Wonder…ne das gab’s schon! ;-)

Der Drang zum Glück…!

Ein munteres Lüftchen strich durch meine nicht gestylten Haare. Es dämmerte und es war kurz vor der schwarzen Luft, als ich mir ein gemütliches Schlummerbirchen genehmigte. Ich war wieder mal gleich nach der Arbeit am Wasser. Darum auch die Haare nicht gemacht! ;-) Es drang mich förmlich dort hin. Ein innerer Geist sagte mir dass es nach Großfisch roch. Markus und ich wählten eine Schottergrube mitten im grünen Herzen unserer schönen Steiermark. Das Spartackle war schnell zusammengenagelt und auch die Montagen waren gleich schnell dort versenkt wo sie hingehören. Nämlich auf den Zugruten der Karpfen. Ich verspürte Magie, irgendetwas besonderes, einen Reiz den ich schon lange nicht mehr in der Gewichtung in meinen Fingerspitzen fühlte. War es der Grund dass ich schon viel zu lange keinen Dicken mehr für mich verbuchen konnte oder doch das gewisse Etwas welches wir „Watercraft“ nennen? Ich weiß es nicht genau, doch ich denke es wird richtig sein.

Schlafen am Wasser ist schön, schlafen am Wasser wenn man von kreischenden neumodernen Plastikkasterln aufgerissen wird ist noch schöner, schlafen am Wasser wenn man von kreischenden neumodernen Plastikkasterln aufgerissen wird und der andere gegenüber noch permanent Faden von der Trommel reißt, ist nicht schön sondern Weltklasse. Das dachte sich auch Markus der als erster dran war. Diese Prozedur die darauf folgte brauche ich wohl niemanden genauer reindrücken…Bis auf das der Drill über eine Stunde dauerte, war es das Selbe wie immer und die Realität das es „schon“ halb zwei Uhr morgens war! Ein unrundes Gefühl machte sich vom Hirn Stromabwärts in allen Blutgefäßen im mir breit. Nicht das ich einem einen Fisch nicht gönne, so etwas gibt es bei mir nicht. Schon gar nicht mit meinen besten Freunden. Doch irgendwie war da halt was. Da sieht man wie sein Partner die dicke Wassersau über die Böschung herauf schleppt, kurz darauf bestaunt, dass dieser glitschige Geselle die 25er Marke locker hinter sich lässt und du selbst noch nicht in den Genuss gekommen bist. Egal die Freude über diese Bombe war riesen groß, hatten wir doch sehr mit einem Biss gerechnet. Laut Run to Run Reglement bin ich der Nächste. Und mit diesem Gefühl schlief ich nach etwa 1 ½ Stunden Arbeit recht zufrieden und guter Dinge ein.

Piep…piep…“komm schon, lauf ab!!!“ Blick auf die Uhr es war 6 Uhr in der früh. Und ich konnte mich nicht erinner das ich nochmals nächtlich senkrecht unterwegs war. Egal die zwei Piepser ließen mein Blut fast einfrieren und den Puls auf gefühlte 300 schnellen. Schnell eine ins Gesicht stecken um den Puls zu beruhigen und zu den Ruten kontrollieren gehen. Doch der lief nicht ab…Verfic…! Mit einem noch unrunderen Gefühl zerrte mich der Schlaf nochmal in meine Recliner Liege um die frische Frühmorgenluft zum einschlafen zu nutzen. Wird das noch was???

Piep…Piep…Pieeeeeeeeeeeeeeee…ich kam nicht mehr zum nachdenken. Der wollte es wissen! Vollrun! Rute auf rein ins Boot und ab ins heißersehnte Vergnügen. Geil, geil, geil…was wird es sein, Schuppi, Spiegler, oder doch etwas anderes! Wie schwer wird der gegenüber sein? Egal, der Drill war herrlich, ein Gefühl der Spitzenklasse. Die Sonne streichelte sanft die Haut, das leichte Lüftchen am frühen morgen, das glasklare Wasser und die krummer Rute in der Hand mit dem Boot hinter dem Fisch her! Die Lebensgeister krochen langsam aber doch in all meine Körperöffnungen und beruhigten meine Seele für kurze Zeit, dass ich irgendwie in einer anderen Welt war! Klack…Schlagschnurknoten, letzte Reserven des Fisches erster Blick nach unten…Spiegler! Doch Groß ist was anderes??? Kescher rein, hopp und die Keschermaschen umschlossen einen schönen Fisch. Jetzt war es um mich geschehen. Diese Genugtuung, dieses stark beruhigende Gefühl…herrlich. Als ich den Kescher anhob um den Fisch zu versorgen staunte ich nicht schlecht. Den eine Hand war zu wenig. Ups…nehmen wir halt die Zweite dazu! Vor mir lag ein makelloser fast Lederner, gut und kompakt gebaut und hatte noch dazu den 2er vorne stehen. Ich bildete mir ein eine Träne stand mir im rechten sensibleren Auge. Es war das erhoffte, das schöne und unvergessliche Erlebnis welches ich verspürt habe. „Watercraft“ ??? Oder doch nur Glück? Ich hielt Ihn, und der Stein der mir vom Herzen viel, war mindesten so groß wie der Eine da, der eben in meinen Händen lag! Danke Markus…diese Stunden sind die, warum ich dieses Hobby ausübe und lebe…

Kleiner Nachsatz, den Fisch haben ich "Black Eye" getauft!

"I got the Big one“

Euer Pirsti






Kommentare:

  1. Klasse bericht und toller fish

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  2. Nur geil .... und ich durfte (grinz) dabei sein!!!!

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  3. Pirsti da bist leider ein paar Jahre zu spät...die Fische auf der STUAG haben alle schon Namen...

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